Unterwasserfotografie

Ich habe 2007 mit der Digitalen Unterwasserfotografie begonnen, zuvor war ich entweder mit Einweg- bzw. einer analogen Canon unterwegs. Mit der Digitalen Fotografie wuchs bei mir  immer mehr das Interesse an der Unterwasserfauna und ich fing mit der Fischbestimmung an. Die erste “richtige” Kamera war eine Panasonic Lumix TZ1 mit dem dazugehöhrigem Unterwassergehäuse (die habe ich immer noch!) die nächste war eine TZ6 mit Gehäuse, kurze Zeit später eine Canon G10 aber nur kurz, ersetzt durch eine Canon S90 im Ikelite Gehäuse mit zusätzlichem Weitwinkelkonverter und Domeport sowie Makrolinse.

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Da ich den Tick habe  Kamera Neuheiten immer ausprobieren zu müssen in der Hoffnung das diese besser als die älteren Modelle sind (was definitiv nicht zwangsläufig immer so ist) kam dann noch eine Panasonic LX5 im 10 BarGehäuse dazu, die jedoch bald wieder ging. Nun bin ich bei einer Canon G12 im originalen Canon UW- Gehäuse mit externen Blitz gelandet und bin damit recht zufrieden. Ich freue mich immer wieder heftigst wenn ich ein Tier gut erwische oder eine für mich neue Art ablichten kann,  oft ist eine riesen Menge Außschuß bei einem Tauch/ Schnorchelgang dabei und es bleiben nur wenig für mich als gut zu bezeichnende Fotos übrig aber so ist es halt.

Ich habe schon öfters überlegt auf eine Spiegelreflexkamera umzusteigen aber dazu ist es nie gekommen da mir der ganze Aufwand zu heftig ist und vor allem das Händling dieser Geschütze ist nichts für mich, da ist man sehr schnell bei mereren Kilos die man mitschleppen muß! Ich bleibe bei den kleineren Kameras.

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Bei der Unterwasserfotografie ist die wichtigste Regel ( außer bei Weitwinkel und Landschaftsaufnahmen) nahe ran, ans Objekt!! Zoomen sollte man bei Unterwasseraufnahmen möglichst vermeiden da dabei automatisch mehr Schwebeteilchen auf dem Bild erscheinen und die Qualität der Aufnahme schlechter wird, wenn es aber doch mal nötig ist, sollte man auf den optischen Zoom begrenzen und den digitalen weglassen.

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Desweiteren ist es sehr wichtig, möglichst “Aug in Aug” mit dem Objekt der Begierde zu sein, ein leichtes darunter oder darüber ist auch noch in ordnung, um das sicher hinzubekommen ohne Teile des Riffes zu beschädigen oder einen Nebel von Sand aufzuwirbeln welcher dann als Schwebeteilchen auf den Fotos wiederzufinden ist,  ist eine gute Tarierung extrem wichtig bzw. eine Grundvoraussetzung!   Schnorchler sollte das Schnorcheltauchen beherrschen und sich dabei nicht an lebenden Korallen festhalten, dies gilt genauso für Taucher.

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Man darf sich natürlich gerne mit ein, zwei Fingern an einem toten Korallenstück oder im Sand abstützen wenn zur Stabilisierung nötig aber auch dann braucht man eine gute Tarierung.

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Ein Fisch von hinten oder darüber abzulichten geht garnicht, allerdings ich muß zu meiner Schande gestehen das ich das auch schon so gemacht habe, wenn ich jedoch heute merke, ich bekomme den Fisch nicht richtig auf die SD Karte so drücke ich den Auslöser garnicht erst und schenke mir das Foto. Rechts ein Foto wie es eigentlich nicht aussehen soll ;-)

Als Taucher und Schnorchler möchte man die Unterwasserwelt vor allem die Tiere möglichst wenig stören, dies lässt sich aber leider nicht ganz vermeiden wenn man fotografieren will, da sich immer ein Tier bedroht fühlen wird und wegschwimmt. Man findet mit der Zeit herraus welche Tiere eher ängstlich sind und eine höhere Fluchtdistanz als andere haben und das man Gedult braucht für manch ein Tier. Ein Steinfisch zB. hat eine sehr geringe Fluchtdistanz dh. man kann nahe an Ihn heran, da er sich vollens auf seine Tarnung verlässt, das wiederum heißt nicht das man solche Tiere bedrängen darf! Die Tiere ( dazu gehöhren auch die Korallen) und ihre unbeschadetheit  sind immer wichtiger als ein gutes Foto! Fair play! – keine Meeresschildköte am Auftauchen hindern oder gar festhalten, Igel und Kugelfische nicht reizen und jagen damit sie sich aufpumpen, das Riff nicht umdekorieren alles absolute No Go’s!

 

Wasser hat eine Brechzahl von 1,33 dh.alles unter Wasser erscheint 33% größer und 25% näher als es wirklich ist. Tja und schon ist der Hai keine 2 Meter lang sondern real ein Drittel kleiner :zwinkiy:

Ohne Kunstlicht

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Ein sehr wichtiger Punkt in der Unterwasserfotografie ist das Licht! Wasser hat die blöde Angewohnheit Licht zu absorbieren d.h.  Farben verschwinden je tiefer man geht oder je weiter ein Objekt entfern ist, dies nennt sich Selektive Farbauslöschung durch sie ist die Farbe Rot nur bis ca. 3 Meter Tiefe sichtbar, Orange ist bis ca.10 Meter, Gelb bis ca.25 Meter und Grün bis ca.35 Meter sichtbar, danach ist alles nur noch blau/grau und mit zunemender Tiefe ab ca. 60 Metern schwarz. Das wir in 15 Metern Tiefe noch meinen Rot und Orange zu sehen ist eine Täuschung des Gehirns da es weiß wie der zB. Rotfeuerfisch auszusehen hat, ergänzt unser Gehirn die fehlende Farbe. Leider funktioniert das bei unserer Kamera nicht und darum braucht man wenn auch Farbe auf den Fotos sein soll und man nicht nur schnorchelt eine künstliche Beleuchtung in Form von Lampen oder Blitzgeräten.                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                              Mit kamerainternem Blitz

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Beim Schnorcheln ist eine künstliche Beleuchtung außer beim Schnorcheltauchen oder schlechtem Wetter zu vernachlässigen, falls nötig langt dann der interne Kamerablitz oder ein Rotfilter, denn beim Schnorchel funktioniert ein externer Blitz nicht gut, da er zu unhandlich und eigentlich auch unnötig  ist da meist genug Licht vorhanden ist. Desweiteren hat man die Möglichkeit mit Fotobearbeitungs Programmen am Computer noch eine Verbesserung der nicht so gut gelungenen Fotos zu machen (jedoch nur bis zu einem gewissen Grad).

Mit externem Blitz

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Beim Tauchen ist eine künstliche Lichtquelle unverzichtbar möchte man auch Farben auf den Fotos haben. Ich habe mich jahrelang dagegen gewehrt mit externem Blitz zu tauchen aber irgendwann haben mich die blaustichigen Fotos so genervt das ich es mit dem Blitz einfach ausprobiert habe, erst mit dem kamerainternen Blitz und dann mit einem externen Blitz und….ich bin begeistert! Man kann auch noch mit einem manuellen Weißabgleich etwas Farbe auf die Fotos bekommen aber auch diese Möglichkeit ist begrenzt und letztendlich landet man doch bei künstlichem Licht.

Hier sieht man wie der kamerainterne Rotfilter (etwas anderes ist das Unterwasserprogramm der Kamera nämlich nicht) das Foto rot färbt da beim Schnorcheln genug Licht und dadurch genug Farben da sind. Wenn man jedoch Schnorcheltauchen betreibt ist dieser Rotfilter widerum von Vorteil da mit zunehmender Tiefe auch wieder die Farben, hier hauptsächlich das Rot ab 3 Meter verschwinden.

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Da es aber sicher viele Unterwasserfotografen gibt die keinen externen Blitz möchten so wie ich bis vor kurzem,  bleibt dann nur der interne Blitz mit Diffusor, der oftmals vorhandene Unterwassermodus der Kamera vorzugsweise manuelle Weißabgleiche und/oder ein Rotfilter, für den man jedoch meist ein Gewinde am UW-Gehäuse braucht welches aber oft fehlt (es gibt aber auch Adapter für die Filter) leider mindert ein Rotfilter wieder den Lichteinfall und das ist wiederum von Nachteil.

Nun werdet Ihr vielleicht sagen …da war doch noch was mit Blende, Zeit und Iso…..ja das stimmt und  ich muß leider passen, denn es gibt Seiten im Netz, von Leuten gemacht, die sich damit richtig gut auskennen und darum werde ich erst gar nicht versuchen etwas darüber zusammen zu basteln, ich  lasse lieber meine Finger davon.

Hier ist noch eine sehr interessante Seite in Englisch  Unterwasserfotografie


2 Kommentare

2 Kommentare zu “Unterwasserfotografie”

  1. Michael Mengel sagt:

    Hallo wie kann ich die G12 für Unterwasseraufnahmen besser einstellen? Ich habe Aufnahmen im Fisch Modus gemacht, die aber nicht besonders gut geworden sind. Vielen Dank für die Antwort.

    Gruss Michael

    • Bianca sagt:

      Hi Michael, da ich leider lange nichts hier getan habe, erst jetzt eine Antwort bzw. sicher hast Du schon die richtigen Einstellungen denke ich, wenn nicht, sag bescheid, dieses mal gibt es schneller Antwort ;-D LG

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