Der Grüne Riesen-Drückerfisch Alias “Bruno”……..

Der Riesendrückerfisch/ Titan Triggerfisch (Balistoides viridescens) in Schnorchler und Taucherkreisen auch als “Bruno” bekannt kann bis zu ca.75 cm Groß werden und ist an seiner olivgrünen Farbe zu erkennen. Normalerweise sind es friedliche Gesellen aber an ein paar Tagen im Jahr (abhängig von der Region und den Wasseremperaturen ) bei Neumond ist alles anders!………

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……..Drückerfische betreiben Brutpflege und beschützen Ihr Nest aggressiv und vehement gegen alles und jeden, was auch legitim und nachvollziehbar ist!!  Das Weibchen ist meist direkt am Nest und schwebt darüber, Kopf nach unten und fächelt den Eiern frisches Wasser zu, dabei beobachtet es genaustens die Umgebung. Die Haltung des Weibchens zeigt Allen:”Achtung, hier ist mein Nest kommt mir nicht zu Nahe!” Das Männchen- ja die sind zu zweit- hält in sich der nähe des Nestes auf ( wir konnten beobachten das es sich in ca. 4-5 Metern Entfernung zum Nest in den Sand legte! auf die Seite! ) und schreitet wenn es nötig ist ein, in dem er in vorerst Schräglage allen zeigt wo sein Brutrevier ist.

Wenn man dies missachtet, erfolgt die 2.Warnung der Scheinangriff, einer von beiden schwimmt mit hoher Geschwindigkeit auf den Feind/ Schnorchler/Taucher zu, dreht aber kurz vor dem Kontakt ab und schwimmt zurück in Richtung Nest. So, dass war eigentlich schon seeehr deutlich! Wer es jetzt noch nicht verstanden oder nicht gesehen hat (was durchaus vorkommt) ist dran…….jetzt schwimmt eines der Tiere mit voller Geschwindigkeit ( das ist nicht wenig!!) auf den Feind/ Schnorchler/Taucher zu ohne abzudrehen…… Prellungen, Bißverletzungen mit Glück nur Bisse in den Flossen sind das Ergebnis. Das ganze Theater ist nach ca. 24 Stunden vorbei, da aus den Eiern sehr schnell die Larven schlüpfen und sich mit den Strömungen verteilen.

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Hier sieht man das Ergebnis einer erfolgreichen Brutpflege, zwei Drückerfisch Babys.

Sieht man also einen großen “Bruno” Kopfüber an einer Stelle schweben ohne das er im Sand wühlt und Begleiter hat - denn dann ist er auf Futtersuche !- heisst es: “VORSICHT!!” am besten in die Richtung zurück schwimmen aus der man gekommen ist oder im sehr großen Bogen in Richtung offenes Meer vorbei schnorcheln,  als Taucher das Tier beobachten und unterhalb des Nestes mit ca.20m ( viel Glück beim schätzen) Abstand vorbeitauchen, das Brutrevier erstreckt sich Trichterförmig vom Nest aus nach oben und hat an der Basis einen Radius von ca. 10 Metern, darum nicht nach oben flüchten ( schon garnicht schneller als 18 Meter in der Minute ;-)) sondern immer zur Seite flüchten, dann lässt der Fisch eher ab da man so das Brutrevier schneller verlässt.

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Ein “Halbstarker”

Das ist ein “Bruno” beim Essen fassen dabei wirbelt er viel Sand auf und andere kleine Fische sind meist seine Begleiter dabei, das ist bei der Brutpflege nicht der Fall! Ein “Bruno” der in Schräglage schwimmt ist wie oben schon erwähnt mit Vorsicht zu genießen!

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NIEMALS! den Fisch extra reizen -mit den Flossen auf Abstand halten ist OK - gucken wollen wer der Stärkere ist ……damit macht man sich nur lächerlich!! oder den Fisch gar schlagen bzw. verletzen! Das würde der Fisch als eine schlechte Erfahrung in Erinnerung behalten und in Zukunft auch außerhalb der Brutzeit Schnorchler/Taucher angreifen. Diese Tiere werden dann manchmal getötet weil sie lästig sind und eine gewisse Gefahr darstellen, das ist sehr traurig da es durch Menschen verursacht ist!!

Ich habe hier noch ein nettes Filmchen dazu gefunden, dass zeigt wie wehement das Nest verteidigt wird und wie weit man sich entfernen muß damit der Bruno von einen ablässt.


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