Fast-„Wracktauchen“ leicht gemacht…….

 

Man nehme:

-ein altes, fast schrottreifes Boot

-eine junge unerfahrene Crew mit reichlich Testosteron

-ein Riff und etwas Wellengang

-ein paar weitere Boote nebst erfahrener Crew und Gästen

….warum uns die Basis mit der wir nun schon seit 2009 tauchen plötzlich diesen Seelenverkäufer

vor die Nase gesetzt hat…keine Ahnung, ich vermute ein Sparversuch, der zum Glück ganz schnell wieder abgebrochen wurde. Nichts an diesem Boot war fest oder gar heil, die Jungs……vier Hähne auf”m Misthaufen hätten sich dagegen verstecken müssen….. ich weiß net was mit denen los war aber die konnten kaum gehen, geschweige denn das tun was eine Crew sonst so macht. Habe ich so hier (Ägypten) noch nicht erlebt voll daneben!!

Nun denn, wir sind am Tauchplatz angekommen, es lagen schon ich glaube drei oder vier Boote an den Ankern und nach den üblichen Palaver von Boot zu Boot, sind wir auf eines zu um uns dort zu „verbändeln“ und wir sind drauf zu..und zuuuuuuuu und breeeeemsen bitte…die Augen auf dem anderen Boot weiteten sich schon sehr, als endlich abgebremst wurde unser „Kapitän“… das past schon! da hatte er keine Sekunde auch nur nen Gedanken dran verschwendet, das es nicht passen könnte, der anderen schon…aber das war dann doch alles noch nicht so richtig mit der Position, also wieder zurück….Schwung holen…auf das andere Boot zu….aber durch Wind/Welle oder weiß der Himmel was fährt er volle Kanne Richtung Riff…näher und näher…alles brüllt da wir ja mittlerweile die Aufmerksamkeit aller anderen Boote hatten….und krach rauf auf’s Riff……

es ist still, bis auf das leise Knartschen des Schiffsrumpfes auf dem Riff vor/zurück…vor/zurück. Habt Ihr schon mal gehört wie Ägypter miteinander telefonieren? Wenn ja, dann habt Ihr eine ungefäre Ahnung was nun in den nächsten Minuten losbrach……

…..ein Gebrüll als wenn die sich jeden Moment würden abmurksen wollen…unsere Jungs, ihres Testosteronüberschusses verlustig gegangen….folgen den Anweisungen der anderen- mit den Zodiaks angereisten Kapitänen antandslos- es wird gezogen und geschoben- und anscheinend fruchtet es auch, das einer der anderen Kapitäne an Bord gekommen ist und mit dem störrischen Seelenverkäufer besser zurecht kommt. Wir Gäste überlegen die ganze Zeit, aufraffeln oder abwarten…da wir ja nicht wissen wie stark das Boot beschädigt ist, okay abwarten……

…….mit vereinten Anstrengungen kommen wir nach ca. 10/15 Minuten frei, unsere Jungs pirschen umher wie geprügelte Hunde….ich möchte nicht wissen was die sich von Ihren Kollegen anhören mußten, nix nettes denke ich, geht ja auch nicht!!

Es wird geprüft in wieweit das Boot beschädigt ist und zum Glück sind es an dem Boot nur Lackschäden, wobei es bei dem Kahn echt wurscht ist, aber wir kommen damit zurück in den Hafen und das zählt für uns!

Unser Guide und wir Gäste sind arg angefressen da wir nun „Riffrempler“ sind….wir können es noch immer nicht fassen und werden mit der Basis ein ernstes Wort wechseln! Aber nun wollen wir uns erst noch den Schaden am Riff ansehen, rein in die Klamotten und runter, null Sicht keine Möglichkeit genaueres zu erkennen, also tauchen wir erstmal weiter und gucken auf dem Rückweg wie es ausschaut…..und es war zum Glück nicht so schlimm wie von uns befürchtet, es waren schon einige Korallenteile abgebrochen aber man mußte genau hinsehen um dies zu sehen.

 

Am nächsten Tag war wieder das gewohnte Boot nebst Crew im Hafen :-))

 

Wracktauchen ist ja nicht so meines und da kann man mal sehen wie schnell es gehen kann ;-) etwas mehr Welle, etwas mehr Tempo keine anderen Boote mit fähigem Personal……..

 

 

 


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